Mit meinem Vater, dem Künstler Michael Mutschler war ich jüngst auf der Kunstmesse 2019 in Leipzig. Den Abstand zur Sache gewinne ich als Tochter nicht.  Bin mir aber schreibend selbst auf Spur. Als seine Art Managerin, vor allem als Kunstliebhaberin, Literatin, Menschenfreundin. Es ist etwas lang geworden ...
Der Künstler Michael Mutschler auf der Leipziger Kunstmesse 2019
Gibt es Kunst ohne Publikum? Welche Rolle spielt die künstlerische Anerkennung für das künstlerische Schaffen? Ist ein Künstler nur die Person, die von seiner Kunst leben kann? Die Fragen sind so alt wie die Kunst selbst. Ich kenne sie aus meinem Studium der Kunstgeschichte. Und auch meiner lyrischen Identität sind diese Fragen nicht unbekannt. 

Frierende Brotkrumen 

Beginnen wir von hinten: Von der Kunst leben können. Der verkannte Künstler ist das Lieblingssujet des Kunstpublikums - die Figur des frierenden Künstlers, der Brotkrumen von den Verwandten zugesteckt bekommt, hält sich als psychologische Vision auch im 21. Jahrhunderts hartnäckig. Ein Künstler muss zumindest als Lebenskünstler reüssieren! 5% leben "allein von der Kunst", kann man lesen. Der Durchschnittsverdienst liegt aktuellen Zahlen zufolge bei rund 15.000 Euro. Jährlich. Für seine Kunst zu darben, lange, wenn nicht bis zum Tod auf seinen Erfolg zu warten, ist die große künstlerische Heldenreise. Künstler*innen sind diejenigen, die schon vor dem großen Sieg des Guten sterben dürfen.

Das Publikum steht willig bereit, den Post-mortem-Sieg zu feiern. 

Als Art Managerin eines veritablen Künstlers weiß ich mittlerweile, zu welchen Feilschungstaktiken das führen kann: einen verkannten Künstler günstig einzukaufen, scheint das Ziel mancher "Kunstliebhaber" zu sein (ich glaube, besonders der Typus sporadischer Privatsammler ist vor dem eigenen Geiz nicht gefeit, s.u.). Und dann auf den Markt zu hoffen, also darauf, dass jemand anderes (wenn schon ich nicht) bereit ist, mehr zu zahlen. "Wird Ihr Wert steigen?" Eine Frage, so sinnlos wie niederträchtig, aber sie scheint keine Ausnahme in halbprofessionellen Kunstakquise-Prozessen zu sein. Einen Schampus auf einen "guten Schnapp"! 

Lebenskünstler*in im Spagat

Zum Spiel gehört auf der anderen Seite auch, dass der Lebenskünstler darum bittet, dass das Publikum nicht nur schauen, sondern auch kaufen möge. Ich kenne diese Debatte aus der Literatur ("Kauft Bücher!") und, offenbar mittlerweile fast ebenso schützenswert wie die Kunst, dem Journalismus ("Zahlt für Inhalte!"). Der Spagat zwischen der künstlerischen Identität, die (nur) Gutes schafft und dem Konto beinhaltet einen gewissen Demütigungsfaktor: Je eher ich es schaffe, Lebenskünstler*in zu sein und von dem zu leben, was mir die (gute) Kunst einbringt, umso höher ist mein Ansehen unter Künstlerkolleg*innen. Beides ist möglich: Gelingt es mir, meine Kunst gut zu verkaufen (naaa, nicht zu gut, das ist dann wieder Kommerz) und gut zu leben, möchte man mich kennen. Oder gelingt es mir, mit wenig klar zu kommen und eine "pure" Seele zu haben, die die Verkanntheit abkann? Dann möchte man mich noch eher kennen (Nebeneffekt: bin keine keine Konkurrenz). Einen Preis hier, ein Stipendium da lindern den Schmerz.  Es gibt ein Publikum, das zu den Lesungen oder Ausstellungen kommt. Es ist aber nicht ganz klar, wie viel Mitleid im Spiel ist. Gekauft wird eher selten.

Der Meisterkünstler ohne Publikum

Von Stipendien leben oft auch Meister der publikumslosen Kunst, eine Untergattung des Kunstschaffenden. Nicht das Kunstpublikum, sondern das Künstlerkollegium steht im Mittelpunkt der Äußerungen. Eine Hinwendung zum Publikum gilt in jeder Hinsicht fragwürdig, wie im digitalen Zeitalter auf gleich verschiedenen Kanälen betont wird. Oft mehrmals täglich. Aber Obacht: Die große intellektuelle Followerschaft zögert nicht, Kunst und Inhalte zu verbreiten.  Kompliziert wird es, wenn diese Künstler*innen aus Versehen erfolgreich werden. Ich habe schon Leute gesehen, die mehrfach daran gescheitert sind, kein Publikum zu haben. Insbesondere in der Lyrik ist das eine Art Volkssport. Wer verstanden wird, hat verloren! 

Die gewollte Publikumslosigkeit ist eine manieristische Version des verkannten Künstlers - der verkannte Künstler wird zum Heiligenbildchen der Künstler selbst. Tragischer finde ich persönlich Figuren, die aufgrund äußerer Umstände plötzlich publikumsarm werden. (Christa Wolf, Egon Schiele!).

Seid so frei ...

Ich erinnere mich in diesem Zusammenhang an dutzende janusköpfige Nachwuchs-Veranstaltungen aus meinem vormaligen Vielleicht-Literatenleben (ich glaube, die Literaten sind die schlimmsten): Das Publikum möge applaudieren, aber nicht zu begeistert, die angehenden Künstler*innen mögen involviert sein, aber nicht zu engagiert. Sensibel, aber cool. Uff. André Hille mit seiner Autorenwerkstatt Textmanufaktur war einer der wenigen mir bekannten, der literarische Texte dezidiert mit dem Blick des Publikums lesen ließ.
Ich habe an anderer Stelle bereits geschrieben, dass ich finde, dass Kunst überhaupt erst durch die Auseinandersetzung mit dem Publikum sichtbar, und in den meisten Fällen auch besser wird. Seid so frei und sucht euch ein Publikum. Es ist gut, wenn die Kunst dem Publikum gewidmet ist. Die Jam-Session im Glockenbachwerk in München neulich, als nachts um zwei Musikerhoffnungen mein Herz aufschlossen. Die #Obsession-Veranstaltung WGT-Musikkammer im Mai, die mit Musik und Schauspielkunst für Gänsehauteffekte sorgte. 

Etwas, das oft übersehen wird, ist, dass für ein Publikum zu arbeiten nicht bedeutet, dem Publikum nach dem Mund zu reden. Im Gegenteil, ich denke, die größte, wichtigste und in diesen Tagen auch drängendste Funktion von Kunst ist, das Publikum zu belästigen. Es unruhig werden zu lassen. Zu provozieren. Und in eine Auseinandersetzung zu zwingen. (Es ist interessant zu sehen, dass mein Vater, dessen Kunst gewiss provozieren kann,
vor allem auch die Jungen anspricht).

Wir, die Azubis im Kunstbetrieb: Kunstmesse Leipzig 2019

Der Stand von Michael Mutschler auf der Kunstmesse Leipzig 2019 - noch warten wir auf das Publikum

Nun aber zum Eigentlichen: unseren Erfahrungen auf der Kunstmesse Leipzig. Nach unserer digitalen Publikumserfolgen auf Instagram und Co suchen wir nun die analogen. Da wir, wie schon beschrieben, etwas kalt überrascht worden sind von der großen Resonanz auf die Kunstwerke von Michael Mutschler, meinem Vater, sind wir etwas planlos in die Kunstmesse-Saison hineingeschlittert. Leipzig lag nahe, weil vor der Tür. Auch wenn wir schon mit den Ohren geschlackert habe, denn die Teilnahmegebühr war kein Pappenstiel - am oberen Ende des Durchschnitts kleinerer Messen, weiß ich nun. Beinahe jede größere Stadt hat Kunstmessen, weiß ich nun. Es gibt Kunstmessenprofis, weiß ich nun - das heißt vor allem, mindestens das Investment wieder reinzuholen, das die Teilnahme gekostet hat. Und auch die Kunstbranche ist nicht gefeit davor, dass es Unken gibt, die sagen, das früher, echt mal, alles besser war. Die Preise höher. Das Publikum offener. Die Messen geiler. Nun ja.

Messen versprechen Innovation. Messen sind seit jeher aber auch dazu da, Dinge zu verkaufen. Gerade, wenn man als Einzelaussteller ausstellt, zeigt man auch, dass man gerne von der Kunst leben möchte. Der oder die Künstler*in bezahlt nach der Jury-Zusage Geld für die Teilnahme. Und erhält im Austausch dafür einen Ausstellungsraum, Öffentlichkeit und möglichst viel Publikum.

Eine Kunstmesse ist auch ein Testballon. Was ist meine Kunst denn so wert? Für den nicht-etablierten Künstler (was ergo 95% aller Künstler sind) gibt es zwei Möglichkeiten: den Preis nehmen, für den man bereit ist, das Werk herzugeben. Oder man lotet die Schmerzgrenzen des Kunstbesuchers aus und justiert die Preise so, dass ein Verkauf auf jeden Fall statt findet. 


Ein Kunstwerk ist ein Kurzurlaub

Nach der Kunstmesse Leipzig kann ich sagen:

Die Schmerzgrenze ist (vielleicht regional bedingt) niedrig. Kunstinteressierte, also Impulskäufer oder auch sporadisch sammelnde deutsche Käufer*innen investieren 200 bis 2000 Euro für "Original"-Kunst in der Wohnung. Der Kauf ist in der Regel emotionaler Natur. Kunst, die einem ins Herz ging, Kunst, zu der es eine Geschichte gibt, Kunstkäufe, die man auf Parties zum Besten gibt. Die Vorherrschaft eines Über-Ästhetizismus in dieser Sparte überrascht nicht - disruptive Kunst kauft der sporadische Privatsammler oder Impulskäufer eher nicht. Der Kunstmarkt für den Kunstinteressierten ist ein Geschichtenmarkt, kein Innovationsmarkt. Es mag, gerade bei höheren Preisen, pseudorationale Diskurse während des Kaufprozesses geben ("Wenn ich zwei nehme, wird es dann billiger?" "Haben Sie das auch in blau?" "Ich möchte nur zwei aus der Serie, geht das auch?"), aber hauptsächlich wird diese Kunst gekauft, weil sie gefällt. Das ist das Gute daran - die bildende Kunst erfüllt in diesem Moment die Funktion eines begehrten Objekts. Das Schlechte daran: Dieser Preis hilft Künstler*innen, die von Kunst leben wollen, nicht. Er ist fast immer zu gering. Anwälte oder Berater verdienen 200 Euro je Stunde. Die Leistung, die sie produzieren, ist ebenso immateriell wie die eines Künstlers. Und flüchtiger. Ein Kurzurlaub, wenn überhaupt: Das ist derzeitig offenbar der Gegenwert eines künstlerischen Objekts in Deutschland. Weltweit liegt der Durchschnitt eines künstlerischen Objektes im Übrigen zwischen 1000 und 5000 Euro. Es erscheint mir wichtig anzumerken, dass ich mich gleichwohl über jeden freue, der Kunst erwirbt. Wer Kunst kauft, kauft keine Waffen. Trotzdem finde ich es knausrig, sorry.

Das zweite, in Leipzig leider kaum anzutreffende Messepublikum sind Kunstsammler*innen - diejenigen, die Zukunft erwerben. Kunstsammler sind die Start-Up-Investoren der Kunstbranche: Ich glaube an dein künstlerisches Konzept, zeigt ihr Kauf. 
Ein* Kunstsammler*in ist ein emotional-strategischer Typus, der oder die gute Werke, gute Geschichten und, ja, Potentiale erwirbt. Man kauft strategisch, zugleich intuitiv, ich würde sagen mit dem Bildungshorizont einer künstlerisch gebildeten Person. Diese Personen kaufen mit ihrem eigenen Geldbeutel, vielleicht auch mit geerbtem Geld (und Wissen). Sie kaufen aus Leidenschaft, aus humanistischen Beweggründen, weil sie an die Kunst als System glauben. Es gibt einen Bezug zum erworbenen Kunstwerk. Das Haus (oder die Häuser) dieser Kunstsammelnden sind "reich an Kunst". Vielleicht verleiht er oder sie auch an das Museum. Eine interessante Typologie von Sammlern (Jäger, Aufklärer, Kunstliebhaber etc.) hat die Deutsche Welle 2010 erstellt, meiner Meinung nach ist sie immer noch valide. Dieser Sammlertypus stützt die Innovationskraft der Kunst am meisten, weil er oder sie bereit ist, einen wertschätzenden Betrag für die Kunst zu bezahlen und gleichzeitig dafür zu sorgen, dass die Kunst selbst Verbreitung findet. 

Beim rational-strategischen, häufig anonymen Sammlertypen steht ein Renditeversprechen im Vordergrund.
Ich persönlich finde es in jeglicher Hinsicht und insbesondere zurzeit ja ziemlich irrational, auf die Zukunft zu wetten. Zumal der Kunstmarkt per se keine materielle Entsprechung hat und allein die Meinung der Kunstwelt zum Kunstwerk den Marktpreis bestimmt. Aber es gibt diesen Sammlertypus, der Kunstwerke wie Aktien erwirbt und wieder verkauft. Vielleicht, ohne sie sich einmal richtig angesehen zu haben, gut gekühlten Depots sei dank. Es wundert nicht, dass auf diesem herzfreien Markt am meisten Geld bezahlt wird.  Zum Kunstmarkt gibt es eine interessante 
In dem Werk von Sylvia Itzen ging es zwar um uns untätige Umweltverschmutzer, aber der "Inactice Spector" passt auch in anderem Zusammenhang ganz gut ...
Reportage des Deutschlandfunks - heute so gültig wie 2014.

Insbesondere der Rationalisierung eines Kunstkaufes stehe ich, sicherlich recht uneffektvoll, skeptisch gegenüber. Neben der ewigen Frage: Was ist die Kunst (dir) wert?, ergibt sich für mich eine zweite: Gibt es überhaupt eine rationale Entscheidungsebene beim Kauf eines Bildes? Lässt sich etwas antizipieren, das erst durch meine eigene Entscheidung Wirklichkeit wird (überspitzt formuliert: vor dem Kauf war das Bild kein Kunstwerk, sondern hing an einer Wand).

Exkurs: Museen oder Stiftungen sind gewissermaßen ebenfalls rational-strategische Käufer, ihre Rendite ist jedoch nicht monetärer Natur, sondern ideeller: Sie erwerben die richtige, für ihren Zweck angemessene Kunst, um ihr Publikum, ihre Zielgruppe nachhaltig zu binden. Eine schlussendlich ideelle Zweckbindung.



Kunstmesse Leipzig - bitte mehr Marketing!

Leider waren die Besucherzahlen bei der Kunstmesse Leipzig zu gering, um endgültig das Potential der Messe einzuschätzen. Das ist schade, denn Leipzig ist gewiss ein gutes Pflaster für die Kunst, auch überregional genießt es einen gewissen Namen. Hier wünsche ich den Veranstaltern noch mehr Fokus auf die Öffentlichkeitsarbeit und Vernetzungsarbeit mit den regionalen Akteuren - da geht noch was! Andererseits: der Raum war schön, die Gesprächsrunde spannend und das Essen gut. Wie bei jeder guten Messe stellte sich bei einigen Akteuren nach einiger Zeit das Gefühl einer verschworenen Gemeinschaft her, unschätzbare Informationen flossen und wegweisende Verbindungen geknüpft. Ich kenne meinen Vater: Wahrscheinlich kennt er nun jede*n Künstler*in auf der Messe.    


Aus Moskau angereist, Postkarten der Kunst im Koffer - EVA (Evgeniia Vasileva) bzw. ihre Vertretung


2020 - what's next?
Lessons learned: Kunst und Künstler*in brauchen Publikum. Wenn die Halle zu leer war, waren wir alle frustriert. Der Zweifel, gerade bei den Neuen, schleicht sich schneller Bahn als man schauen kann: Die erste und wichtigste Pflicht eines Veranstalters ist es meines Erachtens, für volle Hallen zu sorgen. Bisweilen, aber sicherlich zu selten, konnten wir auf dieser Kunstmesse Leipzig 2019 jenen magischen Moment genießen: der sinnierende Betrachter und das Werk. Dass es vor allem junge Leute, weibliche Personen waren, zeigt: die Zukunft interessierts! Alles richtig!
Das Publikum hat extrem unterschiedliche Erwartungen an Kunst. Die Investitionsbereitschaft des Kunstinteressierten ist bescheiden. Wir werden das testen - mit unserem großen, kunstinteressierten Publikum online. Die virtuellen Vibes sind eine gute Grundlage. Zusammengerechnet knapp 5.000 Follower nach gut 6 Monaten, das ist doch was! Damit war mein Vater, einer der ältesten Künstler auf der Messe, übrigens weit vorne auf der Messe (die meisten haben gar kein Instagram!). Ab 2020 werden wir via Newsletter / Shop hochwertige Drucke verkaufen, um eine dem Original nahe Erfahrung zu vermitteln, die über das Bildschirmerlebnis hinausgeht. 
Wir werden 2020 den Kunstmessemarkt strategischer angehen. Klar ist, dass es ist wichtig ist, dort zu sein, wo die Werke ausgestellt sind. Nach New York und Paris haben es dieses Jahr nur die Bilder geschafft. Die Geschlossenheit des Standes mit seinen insgesamt knapp 20 Bildern ist im Vergleich zu den 1-2 Bildern in den großen Metropolen ein großer Fortschritt. Merke: mindestens 6 Quadratmeter plus mindestens 1 anwesende Person müssen es schon sein. Wahrscheinlich touren wir erstmal deutschlandweit nächstes Jahr.

Außerdem: Das Dogma des Lebenskünstlers hält sich hartnäckiger als ich dachte. Die Preise derjenigen, die sich dem Markt haargenau angepasst haben, waren im Vergleich zum künstlerischen Wert fast immer zu niedrig. Die Bescheidenheitsdebatte hilft der Branche aus meiner Sicht nicht. Botschaft an alle!: Preise hochsetzen, den ideellen Wert, den es für mich als Künstler*in hat, mit einrechnen. Also: Zeit + Material + den Wert, den ich dem Ganzen gebe. 
Ruhig mutiger sein: Denn Kunst kaufen macht die Welt besser. Das muss die Botschaft sein. Konsumenten geben ihr Geld gewiss für unsinnigere Dinge aus.

Zuletzt: die Kunst zumindest von Michael Mutschler, meinem Vaters,  braucht Kunstsammler. Seine Kunst hängt man sich wohl nicht ins Wohnzimmer. Man kann sie falsch verstehen, grässlich oder empörend finden. Seine Kunst will Wirklichkeit zeigen. Er möchte eine dezidierte Auseinandersetzung mit gesellschaftlichen, sozialen, politischen Debatten führen. Er reizt die Wirkungsmacht der Kunst aus. Er re-interpretiert moderne Kunst, die er als abgeschnitten empfindet und verarbeitet die Kriegstraumata seiner Vorgänger. Für den spontanten Impulskäufer ist das wohl eher nichts (vielleicht an anderen Orten?). Dieses Gewichtige ist ein nicht verhandelbarer Aspekt seiner Kunst. (Ich bin froh und stolz, wie er das Inteview mit Dr. Jens Kassner hinter sich gebracht hat. Ein paar sound bites werde ich bald auf seiner Webseite veröffentlichen). Wie gut, dass wir für 2020 in einem Jahrbuch für Sammler erscheinen werden! (coming soon) Als  sammleraffine Messen (die Einzelkünstler zulassen) wurde mir die KUNST MITTE Magdeburg (spezielle Sammlerführung, mehr Events, gute Kuratierung) empfohlen, außerdem die ARTe in Wiesbaden/Sindelfingen. 
Wohlan!


Schreibt mir gerne, wenn ihr andere Messen mit Sammlerfokus empfehlen wollt oder andere Hinweise für Galerien, Ausstellungsorte und Events habt, wohinein diese Kunst passt.

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